Ist der Setzkescher nun erlaubt oder nicht ?

Immer wieder werden unsere Gewässerwarte angesprochen, ob denn nun das Hältern von Fischen mittels Setzkescher erlaubt oder eben nicht erlaubt ist.
Verfolgt man die heißen Diskussionen  an unseren Gewässern, so stellt man fest, dass hier ein großer Bedarf an Aufklärung gewünscht ist.

Grundsätzlich kann folgende Aussage getroffen werden:
Die Verwendung eines Setzkeschers ist überall dort erlaubt, wo die Verwendung eben nicht ausdrücklich verboten ist !


Toll oder ?
Das Fischereirecht ist Angelegenheit der Bundesländer. In den gesetzlichen Bestimmungen des Landes NRW ist die Nutzung des Setzkeschers bewusst nicht geregelt.
Wie in allen Bundesländern, so gilt auch in NRW das Tierschutzgesetz.
Das Tierschutzgesetz sagt u. a. aus, dass man Tieren kein Leid und keinem Schmerz aussetzen darf. Und dies ist doch für uns Angler eine Selbstverständlichkeit.

Wir Angler beachten daher folgende Regeln:

1. Für die Verwendung des Setzkeschers liegt immer ein vernünftiger, d.h.   
nachvollziehbarer Grund, vor.

2. Durch die Konstruktion des Keschers wird der Fisch nicht beeinträchtigt.
Unsere Kescher sind entsprechend lang, haben einen großen Durchmesser,
( > 50 cm) sind aus knotenlosem Netzmaterial, und haben eine geringe Maschenweite.
Wir achten darauf, dass der Kescher durch eine ausreichende Anzahl von
Ringen immer offen steht, fest verankert ist und ständig durchflutet wird.

3. Bei der Hälterung achten wir darauf, dass wir ein Übermaß an gehälterten
Fischen vermeiden und nur untereinander verträgliche Fischarten zusammen hältern.
Das wir die Dauer der Hälterung auf die geringmögliche Dauer reduzieren, ist für uns Angler ebenfalls selbstverständlich.

4. Nach dem Tierschutzgesetz besteht der Grund des Angelns darin, dass der gefangene, und für den Verzehr geeignete Fisch, später auch verzehrt wird. Einmal gehälterte Fische dürfen daher nicht zurückgesetzt werden.


Für den Inhalt : Herbert Siegersma